VHV Stiftung fördert ASB Wünschewagen Niedersachsen
„Wie gerne würde ich noch einmal…“ – ein einfacher Satz, in dem unendlich viel Sehnsucht mitschwingt. Seit November 2017 ist der „Wünschewagen“ vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Landesverband Niedersachsen e.V. unterwegs und erfüllt sterbenskranken Menschen aus dem gesamten Bundesland einen letzten Herzenswunsch. Aus Hannover und der Region waren bereits rund 150 Fahrgäste, wie die Patienten beim ASB genannt werden, an Bord und konnten noch ein letztes Mal an ihre Sehnsuchtsorte reisen. Die VHV Stiftung unterstützt den ASB Wünschewagen finanziell, damit auch in Zukunft Herzenswünsche von schwer Erkrankten aus der Region in Erfüllung gehen können.

„Wir freuen uns, die wertvolle Arbeit des ASB mit unserer Förderung zu unterstützen, um letzte Herzenswünsche von schwer kranken Menschen zu erfüllen “, sagt Dietrich Werner, Vorstandsvorsitzender der VHV Stiftung. „Mit unserem Engagement möchten wir dazu beitragen, das Leben anderer zu verbessern und damit einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft und die Gesellschaft insgesamt ausüben. Die besonderen Erlebnisse, welche die Erkrankten und ihre Familien auf diese Weiseerfahren, bleiben ihnen als glückliche Erinnerungen.“
Wünschewagen-Projektleiterin Julia-Marie Meisenburg ist sehr dankbar für die großzügige Unterstützung der VHV Stiftung: „Die finanzielle Situation in den Familien unserer besonderen Fahrgäste ist meist durch die schwere Erkrankung sehr angespannt. Umso wichtiger ist es, dass sie und ihre vertrauten Begleitpersonen für die Wunschfahrt nichts bezahlen müssen. Am Tag der Fahrt soll die Krankheit `Pause machen` und in den Hintergrund rücken, damit die Zeit unbeschwert und möglichst sorgenlos verbracht werden kann. Uns erreichen stetig mehr Wunschfahrtanfragen, die wir gerne schnellstmöglich in die Tat umsetzen möchten. Daher ist die erneute Förderung durch die VHV Stiftung ein echter Segen. Vielen, vielen Dank dafür!“
Rund 675-mal waren die beiden in Hannover stationierten ASB-Wünschewagen seit Projektbeginn bereits unterwegs. Zu den Wunschfahrtzielen der schwerstkranken Gäste aus Hannover und der Region gehörte beispielsweise die von Tino, einem siebenjährigen MHH-Patienten. Sein Wunsch war es, ein letztes Mal mit seiner Familie nach Grömitz zu fahren und die Füße ins Meerwasser zu halten. Ein Krebspatient aus einem hannoverschen Hospiz dagegen wünschte es sich, einmal noch mit seiner Tochter ein Spiel von Hannover 96 erleben zu dürfen – in der Nordkurve war er lange Jahre als Ordner tätig.
Ganz gleich wie jung oder alt die Patienten sind, wie groß oder klein ihre Wünsche – die rund 130 ehrenamtlichen ASB-Wunscherfüller geben alles, damit ihre Fahrgäste wunschlos aus dem Leben gehen können. Sie kümmern sich während der Fahrt im speziell für diesen Zweckkonstruierten Krankentransportwagen um die medizinisch-pflegerische Versorgung. Und haben ein offenes Ohr für die Sorgen, Ängste und Nöte der Reisenden und ihrer Begleiter. Allein in diesem Jahr hat das niedersächsische ASB-Wünschewagenteam bereits 15 Wunschfahrten möglich gemacht.